Unbeliebte Naturbewohner

Endlich Frühling!! Da erwachen die Lebensgeister und es zieht alle richtig nach draußen. Auch bei uns in der Familie ist das nicht anders und wir vier gehen gerne spazieren und genießen die wunderschöne Landschaft in der wir leben dürfen.

Leider finden sich häufig sehr unbeliebte Naturbewohner am Wegesrand (siehe Bild). Viele Menschen schmeißen nach wie vor sehr unbedacht ihren Abfall einfach aus den Autofenstern oder lassen ihn in der Natur liegen. Das Fachwort dafür heißt “Littering”. Die Menge an damit verursachtem Müll ist beachtlich, lt. einem Bericht des Umweltbundesamtes wurden 2018 bei österreichweit 2.774 Flurreinigungsaktionen insgesamt ca. 1000 Tonnen Abfälle gesammelt. 

Foto: Baiersbronn Touristik

Das illegale Ablagern von Müll führt zu einigen Problemen. Nicht nur, dass der Abfall sehr lange Verrottungszeiten hat, oft fressen auch Tiere davon und können sich dadurch verletzen bzw. kann der Müll durch das Fressen in die Nahrungskette kommen. Aber auch soziale und ökonomische Auswirkungen sind beachtlich. Durch Littering kommt es zu einem Mehraufwand an Reinigungskosten und die Landschaft kann durch starke Verschmutzung einen “Schmuddelcharakter” bekommen. (Quelle: Umweltbundesamt).

Zum Glück gibt es auch zahlreiche Lösungen, wo jeder/jede anpacken kann. An erster Stelle steht natürlich den Müll gar nicht erst entstehen zu lassen. Und wenn er dann doch schon da ist, dann bitte einsammeln. Dazu gibt es auch einige aktivierende Hilfestellungen.

In Oberösterreich veranstaltet der Bezirksabfallverband mit der Aktion “Hui statt Pfui” Flurreinigungsaktionen und Infokampagnen zum Thema Littering. 

Im Netz gibt es unter dem Hashtag #estutnichtweh eine starke Info- und Aktionskampagne um den Müll von den Bergen ins Tal zu bringen. Dahinter steckt ein Verein, der Menschen mit Sackerln, Zangerln und “Tschickdoserln” animiert, denn liegengelassenen Müll doch bitte einfach mitzunehmen.

Global 2000 hat gemeinsam mit Hofer KG und den Alpenvereinssektionen Gebirgsverein und Edelweiss die DreckSpotz-App entwickelt. Mit der App lässt sich der Müll in der Natur dokumentieren. Am besten ist es dann noch, wenn dieser nicht nur fotografiert, sondern auch gleich mitgenommen wird.

Noch ein wichtiger Schritt ist es auch unseren Kindern vorzuleben, dass Müll in der Natur nichts verloren hat. Mein Sohn macht mich mit seinen 5 Jahren schon sehr oft auf Littering aufmerksam indem er laut “Mama, Umweltverschmutzung!” schreit. So können wir gemeinsam unsere Zukunft sauberer gestalten und sind wir uns mal ehrlich, es tut doch wirklich nicht weh!

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