Am 25. September 2015 wurde die Agenda 2030 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen von allen 193 Mitgliedstaaten verabschiedet. Diese enthält die 17 Ziele (mit 169 Unterzielen) für Nachhaltige Entwicklung, welche soziale, ökologische und ökonomische Aspekte umfassen und nichts Geringeres als die „Transformation unserer Welt“ zum Ziel haben.

Die SDGs beinhalten ein neuartiges vernetztes Verständnis von Armut, Umweltzerstörung, Ungleichheit, Produktions- und Konsumweisen, Korruption, um nur einige Beispiele zu benennen. Es wurde erkannt, dass verschiedene Probleme überall und gleichzeitig angegangen werden müssen und nicht regional oder thematisch beschränkt sein sollten. Die Universalität der SDGs besagt, dass alle Ziele für alle Länder gelten. Die Verantwortung für die Umsetzung der Ziele liegt also sowohl im Inland als auch auf internationaler Ebene.

Das heißt aber natürlich auch, dass jedes der 17 Ziele in jedem Land, in jeder Region unterschiedlich interpretiert werden muss. Beispiel Ziel 2 „Kein Hunger“ bedeutet zB in Somalia etwas gänzlich anderes als in OÖ, wo hinter diesem Ziel vor allem die Frage steht, wie man sich in der Gemeinde mit gesunden und regionalen Lebensmitteln versorgen kann und die oftmals noch kleinstrukturierte Landwirtschaft erhalten kann.

Es bedarf hier also einer Übersetzungsarbeit, um die 17 SDGs auch in OÖ auf den Boden zu bringen und den Menschen Handlungsoptionen aufzeigen, wie jeder einen Beitrag zur Umsetzung leisten kann. Aus diesem Grund gibt es in Oberösterreich das GemeindeNavi Agenda 2030.