Wie wäre es, wenn LandwirtInnen und KonsumentInnen gemeinsame Sache machen? Wäre es nicht toll, wenn ich nicht nur weiß, wo meine Lebensmittel herkommen, sondern auch noch mitentscheiden kann, welche Lebensmittel das sind? Wie wäre es für LandwirtInnen, wenn sie nicht mehr das gesamte Risiko alleine schultern müssten?
Genau diese Vision steht hinter der Idee von SOLAWIs – solidarischen Landwirtschaften – auch bekannt unter GeLaWi oder CSA. Diese in unseren Breiten (noch) ungewöhnliche Form der Landwirtschaft hat zum Ziel, die Landwirtschaft ökologisch und sozial nachhaltig zu gestalten sowie kleinbäuerlichen Strukturen für regionale Lebenmittelversorgung ökonomische Sicherheit zu bieten. Grundlage ist eine vertraglich geregelte Partnerschaft zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnengemeinschaften.

Das Prinzip ist recht einfach… der/die LandwirtIn stellt die Versorgung mit Lebensmitteln sicher, dafür stellen die KonsumentInnen Ressourcen für den Betrieb zur Verfügung. Die Ressourcen sind in der Regel finanzielle Mittel sowie im Bedarfsfall die Mithilfe am Hof. Das Risiko für Ernteausfälle wird aufgeteilt, Lebensmittelverschwendung wird reduziert.

In der Region Vöckla-Ager gibt es drei Höfe, die eine solidarische Landwirtschaft betreiben. Die Solawi Vöcklabruck in Manning, das demeterGut Adam in Niederthalheim und den Belehof in Regau. Da der Belehof noch weitere Aktivitäten und Besonderheiten hat, wird er hier genauer beschrieben.

Foto: Veronika Pugel
Foto: Solawi demeterGut Adam

Solawi demeterGut Adam

Die SOLAWI demeterGUT Adam ist ein Verein. Die Mitglieder verpflichten sich zur Zahlung eines monatlichen Solidarbeitrages an die LandwirtInnen Thomas und Nadiia Schiller; im Gegenzug können sie im Rahmen des Beitrages aus dem jeweils aktuellen Gemüse- und Obstangebot bei einem der Marktstände der Familie Schiller auswählen. Diese sind wöchentlich jeweils am Vormittag in Gmunden Di und Sa, in Vöcklabruck Mi und Sa, in Bad Ischl Fr zu finden. Zusätzlich gibt es in Bad Goisern ein, von den SolidarpartnerInnen organisiertes Lager, das freitags bestückt wird. Am Freitag Nachmittag gibt es darüber hinaus die Möglichkeit direkt ab Hof Gemüse zu beziehen.

Eine Solidarpartnerin hat es sehr treffend formuliert: „SOLAWI ist die beste Lebensversicherung. Für deine Prämie bekommst du laufend hervorragende und gesunde Lebensmittel und musst auf die Versicherungsleistung nicht bis zu deinem Ableben warten”.


Solawi Vöcklabruck

Die Solawi Vöcklabruck, rund um den Biohof Reisenberger, hat mittlerweile 70 Haushalte, die über das ganze Jahr mit frischem Gemüse versorgt werden. Die gesamte Gemüseernte wird auf Ernteanteile aufgeteilt, diese können sich die KonsumentInnen an 3 Abholorten wöchentlich holen. Darin findet sich was gerade Saison hat und auf den Feldern des Biohof wächst, zugekauft wird nichts.

Steffi Reisenberger entschied sich 2012 dazu den elterlichen, ehemaligen Milchvieh-Betrieb zu übernehmen und hat diesen ab 2014 auf den Anbau von Bio-Gemüse umgestellt. „Wir haben uns damals für die Solidarische Landwirtschaft entschieden, weil wir sicher sein wollten, dass das mit Liebe, Sorgfalt und Mühe angebaute Gemüse auch eine/n Abnehmer/in findet“, erklärt Steffi, „das Konzept der SOLAWI ist für uns ein zukunftsfähiges Modell, das klein strukturierten Betrieben wie unserem, eine Möglichkeit bietet, Landwirtschaft überhaupt betreiben UND davon leben zu können. ErnteteilerInnen wiederum bekommen Einblick in den Gemüseanbau und haben Gewissheit das ganze Jahr über mit Gemüse von unserem Hof versorgt zu werden.“

Gesunde Lebesnmittel aus der Region

Ökonomische Sicherheit für Landwirtinnen

Lebensmittelverschwendung reduzieren

.

Weitere Infos
Solawi Vöcklabruck

Biohof Reisenberger
Stefanie Reisenberger

Adresse

Scharedt 3
A-4903 Manning

Kontakt

Telefon: +43 650 5160536
Email: solawi.vbruck@gmail.com

Verein Solawi demetergut Adam

Obmann Dr. Herbert Wegscheider

Adresse

Schlösselgasse 26a
A-4810 Gmunden

Kontakt

Telefon: +43 650 4849409
Email: bestellung@solawi-adam.at

Beitrag teilen