Webinarreihe „Fit für EED III“ – Dokumentation & Inhalte

Die neue Energieeffizienzrichtlinie EED III stellt Gemeinden vor neue Herausforderungen – aber auch Chancen. In einer dreiteiligen, praxisnahen Webinarreihe wurden im März / April 2025 zentrale Grundlagen, konkrete Umsetzungsschritte und wertvolle Tools vermittelt, um als Gemeinde eine Vorreiterrolle im Bereich Energieeffizienz einzunehmen.


Teil 1: Einführung in EED III & Gebäudeinventarliste

Datum: 31. März 2025
Referent: Thomas Blaß, BSc (Energieinstitut Vorarlberg)

Inhalte:

  • Überblick über die EED III-Richtlinie und deren Anforderungen an Gemeinden
  • Bedeutung und Aufbau der kommunalen Gebäudeinventarliste
  • Datenquellen und praktische Beispiele aus der Energieberichterstattung
  • Erste Schritte zur Erstellung eines Gebäudeinventars

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Teil 2: Energieausweise & Sanierungsstrategien

Datum: 7. April 2025
Referent: Ing. Stefan Eder (EDER Ingenieurbüro)

Inhalte:

  • Grundlagen und Nutzen von Energieausweisen
  • Ableitung erster Maßnahmen und Nutzung im Sanierungskontext
  • Vorstellung des Renovierungspasses
  • Einführung in das Gemeinde-Energie-Programm (GEP)

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Teil 3: Energiemonitoring als Effizienztreiber

Datum: 28. April 2025
Referent: Gernot Burtscher, MA MSc MAS (Stadt Hohenems)

Inhalte:

  • Unterschiede zwischen Energiebuchhaltung und Energiemonitoring
  • Beispielsystem Ekarus und alternative Monitoringlösungen
  • Nutzung von Monitoring-Daten zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung

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Bei Rückfragen dazu gerne bei Sybille Chiari melden: chiari@kemva.at

Energiegemeinschafen in unserer Region

Erneuerbare Energiegemeinschaften sind ein wichtiger Schlüssel der Energiewende um Strom regional, kostengünstig und netzdienlich zu verteilen: in unserer Region ist es mittlerweile flächendeckend möglich, sich an solchen Energiegemeinschaften (EEG) zu beteiligen. Regionale Energiegemeinschaften bieten den Vorteil einer Netzgebührreduktion von 28%.

Sobald bekannt ist, welchem Umspannwerk der eigene Haushalt zugeordentet ist (die Info ist hier abrufbar), kann man Mitglied folgendert EEGs werden:

An einer Bürgerenergiegemeinschaft können alle teilnehmen – unabhängig davon, von welchem Umspannwerk in Österreich Strom bezogen wird oder wo der erneuerbare Strom produziert wird.
Unsere BEG Netzwerk Zukunft baut auf einen vielfältigen Mix an erneuerbaren Energieanlagen und Verbrauchern (Wind, Wasserkraft, PV).

KEM Leitprojekt: Speicherkonzepte für EEGs

In der KEM Vöckla-Ager gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Energiegemeinschaften. Künftig könnten diese Energiegemeinschaften durch innovative, netzdienliche Speicherkonzepte auch einen Beitrag zur Netzstabilität leisten. Auch die Eigenversorgung im Winter (u.a. durch Langzeitspeicher) gilt als wichtiges Zukunftsthema in der Region.

Mit Juni 2024 startete deshalb ein neues KEM Leitprojekt zum Thema Speichernutzung in EEGs. Durch Pilot- und Demonstrationsanlagen in Oberösterreich, Salzburg und Niederösterreich werden Erfahrungswerte zur netzdienlichen Integration von Batteriespeichern gesammelt. Besonders spannend wird der Aufbau eines Langzeitspeichers (Wasserstoff) im Rahmen des Projektes und die Einbettung in eine bestehende EEG (EEG Haunolding).

Bild: Team des Leitprojekts (nicht im Bild: A.Schweiger) – im Hintergrund Kleinwasserkraftwerk der Fa. MTec

Beim Kickoff am 3.7.24 trafen sich ca. 20 Personen, darunter VertreterInnen der KEM-Regionen, VertreterInnen von EEGs, Forschungseinrichtungen und HTLs und Betrieben.

Das 1. Webinar zum Thema „Echtzeitdatenmessung in EEGs“ fand am 17.Juli 2024 statt. (Link zur Videoaufzeichnung: https://youtu.be/gLyZFTv5RIM)

Das 2. Webinar mit dem Inhalt „Batteriespeicher in EEGs“ wurde am 14.1.2025 abgehalten (Link: https://youtu.be/rDxYUT8WP-s)

Das dritte Webinare der Reihe zum Thema Integration von Langzeitspeichern findet im Herbst 2025 statt.

Image-Video der EEG Haunolding: https://energiegemeinschaften.gv.at/bestpractice/

Besonders erfreulich war, dass die EEG mit dem Langzeitspeicherprojekt 2024 mit dem Oberösterreichischen Landesumweltpreis ausgezeichnet wurde. Siehe Medienbericht Tips und Mein Bezirk

Nominierung für Sonderpreis Erneuerbare Energie

Nominierung Energy Globe

    Wer die Energie der Sonne für Strom oder Wärme nutzen möchte, steht oft vor der Frage, ob Photovoltaik (Strom aus Sonnenenergie) oder Solarthermie (Wärme aus Sonnenenergie) am eigenen Dach sinnvoll ist, welcher Standort optimal ist und wie viele Module installiert werden sollen.  Das Solarkataster liefert Antworten auf all diese Fragen. Es zeigt die Sonneneinstrahlung, ermöglicht die Berechnung des eigenen Bedarfs und der Wirtschaftlichkeit und stellt die Ergebnisse übersichtlich dar – inklusive Druckfunktion. Zusätzlich wird sichtbar, wie viel CO₂ eingespart werden kann, wie hoch der Grad an Autarkie ausfällt und vieles mehr. Auch verschiedene Speichergrößen oder Modulflächen lassen sich simulieren, um zu sehen, wie sich diese auf Wirtschaftlichkeit, Autarkie und CO₂‑Einsparung auswirken. Das Solarkataster ist kostenlos für Nutzer in der Region Vöckla-Ager.