Keine Abhängigkeit mehr von teuren Erdölimporten, keine Angst mehr vor Gaskrisen – stattdessen saubere Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie in der Region. Die österreichischen Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) verfolgen genau dieses Ziel. Und sie sollen damit Vorbilder für andere Regionen werden. Die langfristige Vision: 100% Ausstieg aus fossiler Energie.

Zentrales Element jeder Modellregion ist der/die ModellregionsmanagerIn. Gemeinsam mit Partnern aus der Region werden Projekte in folgenden Bereichen umgesetzt:

Klima- und Energie-Modellregionen ist ein Programm des Klima- und Energiefonds. Im Rahmen des Programms werden regionale Klimaschutzprojekte und das regionale Modellregionsmanagement kofinanziert. Bislang haben 811 Gemeinden in 91 KEMs 3.500 verschiedene Projekte ins Leben gerufen und 450 Ladestellen für E-Fahrzeuge geschaffen.

Unser gemeinsames Ziel:
100 Prozent Versorgung mit erneuerbarer Energie.

Die Begrenzung des Klimawandels ist die größte Herausforderung der Menschheitsgeschichte. Die Klima- und Energie-Modellregionen in ganz Österreich teilen deshalb die Ziele der Vereinten Nationen (Paris-Ziele), die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu beschränken. Das bedeutet für Österreich, dass die von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen gegen null reduziert werden müssen.

Wir setzen Klimaschutzprojekte um.

Wir machen uns schrittweise unabhängig von fossiler Energie und versorgen uns und andere mit erneuerbarer Energie, indem wir Projekte und Aktivitäten insbesondere in folgenden Themenfeldern umsetzen:

  • Reduktion des Energieverbrauchs
  • Erneuerbare Energie
  • Bewusstseinsbildung
  • Mobilität
  • Bauen und Sanieren
  • Landwirtschaft und Ernährung
  • Tourismus
Bündelung der Klima- und Energie-Aktivitäten in der Region.

Wir als ManagerInnen der Klima-und Energie-Modellregionen informieren, motivieren, initiieren und koordinieren. Wir binden Gemeinden, Unternehmen, Institutionen und BürgerInnen von der Idee bis zur Projektumsetzung ein und fördern die Identifikation mit der Region durch nutzenstiftende Klimaschutzprojekte.

Positive Effekte unserer Arbeit.

Wir alle profitieren von lebenswerten Regionen:

  • Gemeinsam leisten wir einen Beitrag für eine intakte Umwelt.
  • Unsere Arbeit unterstützt die regionale Wertschöpfung und die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region.
  • Wir sind unabhängiger von fossilen Energiequellen und tragen so zu Versorgungssicherheit und stabile Energiepreisen bei.

Namensgebend für die KEM im Norden des Bezirkes Vöcklabruck sind die beiden Flüsse Vöckla und Ager, die nicht nur die Landschaft, sondern auch die Entwicklung der Region prägen.

  • Erreichen der Energieautonomie bis 2050 (entsprechend der Österreichischen Klima- und Energiestrategie), damit Unabhängigkeit der Region von fossilen Brennstoffen und Steigerung der regionalen Wertschöpfung
  • Nachhaltige Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen gemäß den entsprechenden internationalen und nationalen Vorgaben
  • Senkung der Treibhausgasemissionen um 36 Prozent bis 2030 gegenüber 2005
  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien von 37 % auf 40 Prozent bis 2020, 100 % bis 2050
  • Verbesserung der Energieeffizienz um 25% bis 2030, 50 % bis 2050
  • Erhöhung der Leistung der Fernwärme um 20 % von 2010 bis 2030
  • Ölheizungen: Verringerung von Altbestand um 20 % von 2010 bis 2020
  • Steigerung der Anzahl von thermischen Kollektorflächen und PV-Anlagen um 20 % von 2010 bis 2020
  • Steigerung des Anteils an Wärmepumpen + Ökostrom durch Bewusstseinsbildung
  • Schaffung von Arbeitsplätzen durch erfolgreiche Unternehmen im Bereich Öko-Energietechnik und Energieberatung, -planung
  • Innovative Projekte in der Landwirtschaft initiieren im Bereich Biomasse, Energiepflanzen, Forst- und Flächennutzung – Stärkung der Landwirtschaft durch ein zusätzliches Standbein („Energiewirt“)
  • Die Lebensqualität in der Region für die Bewohner erhöhen, Kostenstabilität und –Autonomie/Autarkie im Bereich der Energie
  • Erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen bei allen Stakeholder-Gruppen
  • Energetisches Wachstum entkoppeln vom wirtschaftlichen Wachstum (Energie sparen → Effizienzsteigerung)
  • Attraktivere Möglichkeiten zur stärkeren Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel: bei den Bahnhöfen Attnang-Puchheim und Vöcklabruck
  • Reduktion des motorisierten Individualverkehrs
  • Stärkung des nicht motorisierten Verkehrs: Erhöhung der Radanteils für Alltagswege von 4,7 % auf 10 % von 2012 bis 2025
  • Erhöhung des Anteils an erneuerbarer Energie für die Mobilität von 10 % auf 20 % bis 2025 (durch E-Mobilität)
  • Alternative Mobilitätsformen zur Bevölkerung bringen: Mitfahrnetze und -gruppen, Sharing Konzepte, ehrenamtliche Mobilität, zu Fuß gehen
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